Sind Sie durstig nach Leben?

Sie sind durstig? Und das nicht nur ein bisschen? Sie haben Durst nach echtem Leben? Sie suchen nach Wahrheit und Gerechtigkeit nach einem Weg, der Sie herausführt aus einer bloßen Existenz?
Das geht uns ganz genau so. Wir sind hungrig und durstig nach einem Leben, für das es sich lohnt zu leben.
Wer wir sind, und wie wir unseren Durst nach Leben stillen, erfahren Sie auf dieser Website. Sie sind eingeladen, sich ausführlich umzuschauen.
Übrigens, Jesus Christus sagt:
Ich bin die Quelle des Lebens. Wer von mir trinkt, wird nie mehr durstig sein.
Informieren Sie sich auf den folgenden Seiten über uns. Viel Spaß!
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Ein paar Gedanken ...

Licht und Schatten
Ihr verurteilt mich nach menschlichen Maßstäben, ich dagegen verurteile niemanden.
Johannes 8,15
Das ist der Monatsspruch für den August 2010. Ähnlich wie die Herrnhuter Losungen für jeden Tag, gibt es das auch für einen ganzen Monat.
Zugegebener Weise ist das so ein typischer Vers bei dem man denkt: Ich versteh die Bibel nicht. Was soll das mit dem Verurteilen? Von wem ist da überhaupt die Rede? Ich kapier das nicht!
Also schauen wir doch etwas genauer hin. Es lohnt sich zunächst immer zu schauen, in welchem Zusammenhang so ein Vers steht. Und da kommt schon das erste Aha!-Erlebnis. Nur ein paar Sätze vorher
finden wir einen sehr berühmten Satz von Jesus. Er sagt dort: »Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben
führt.« (Johannes 8,12)
Das ist ein Bild, das noch vor ein paar Jahrzehnten sehr klar zu verstehen war und deshalb im christlichen Sprachgebrauch bis heute eine große Rolle beim Thema Evangelisation spielt. Licht ist etwas Gutes und Dunkelheit etwas Schlechtes oder gar Böses. Jesus holt dich aus der Finsternis heraus und bringt dich ins Licht. Leicht verstehbar - oder doch nicht? In unserer postmodernen Jing-Jang Gesellschaft, in der in allem Guten sich auch etwas Böses und in allem Bösen sich auch etwas Gute verbirgt, scheint dieser Satz von Jesus etwas arg engstirnig. Und überhaupt, was heißt da: Ich bin DAS Licht der Welt. EIN Licht OK, aber DAS Licht - so eine Einstellung ist intolerant und deshalb abzulehnen. Und da sind wir schon mitten drin im Kontext unseres auf den ersten Blick unverständlichen Verses für den Monat August. Grade im Johannesevangelium macht Jesus einige solcher intoleranten „Ich bin"-Aussagen. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Die bibelgelehrten Pharisäer hat das gestört. „Ich bin das Licht der Welt - sagt wer?" haben sie Jesus herausfordernd gefragt. Jesus hatte weder Titel noch hatte er in den einschlägigen theologischen Kreisen irgendwelche anerkannten Artikel veröffentlicht und einen prominenten Onkel hatte er auch nicht. Er war ein Niemand, ein Scharlatan, ein Ärgernis, eine Gefahr. Das war ihr Urteil.
Wir sind heute großzügiger. Wir räumen Jesus durch aus den Platz eines Friedensaktivisten, eines Propheten oder sogar Religionsstifter ein. Als fromme Menschen darf er sogar zum Heiland, zum Sinngeber werden. Und damit haben auch wir unser Urteil gesprochen. Was ist das Problem? Das Problem ist damals wie heute, dass wir nach menschlichen Maßstäben urteilen. Davon berichtet auch die Begebenheit mit der Ehebrecherin, die unserer Geschichte vorausgeht und die ich im letzten Explor angesprochen habe. Ihr wisst noch: Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein ... Die Wahrheit ist, wenn wir es mit Jesus zu tun haben, wird unser ganzen Menschen- und unser gesamtes aufgeklärtes Weltbild also, die Art und Weise, wie wir das Leben betrachten und beurteilen auf den Kopf gestellt. Wir denken, wir wüssten ganz gut alleine was gut und was böse für uns ist. In Wirklichkeit haben wir nur eine sehr beschränkte Ahnung oder auch völlige Unkenntnis. Wir sagen heute: was mir gut tut, das ist gut, was nicht, ist böse oder zumindest schlecht. Was für ein kurzsichtiger Gedanke. Wenn wir Jesu als das Licht der Welt anerkennen, dann bedeutet das auch, dass unsere unsägliche Arroganz über das Wissen von Gut und Böse ans Licht kommt. Es bedeutet, dass wir zuerst unsere rettungslose Verlorenheit in der Finsternis erkennen werden, um dann unser ganzes Leben mitsamt unseren weichgespülten Wellnessansichten in das Licht des ewigen unveränderlichen Gottes zu stellen. Und dann können wir etwas sehr unvorhergesehenes entdecken: Ihr verurteilt mich nach menschlichen Maßstäben, ich dagegen verurteile niemanden. Darüber müsste man mal gründlich nachdenken ...
Naja, es ist ja jetzt Ferienzeit. Also, ran an die Bibel, fertig, los!
Mein Tipp: ruhig mal mit Freunden an einem lauen Sommerabend mit Blick aufs Meer, den nächsten Hausberg oder den Hausgarten darüber ins Gespräch kommen.
Eine erholsame Ferienzeit wünscht euch, euer Benjamin Hockenberger

